Unsere etablierten Aktivitäten und Projekte.
Vernissage à la Lättenwiesen
Am Ende ihrer Primarschulzeit haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6e bei Frau Youssef ein ganz besonderes Projekt verwirklicht: eine eigene Vernissage, entstanden im Rahmen des Fachs Bildnerisches Gestalten. Sie war nicht nur ein künstlerisches Highlight, sondern auch ein sehr persönlicher Rückblick auf die vergangenen Schuljahre – und ein mutiger Blick nach innen. Nach den Frühlingsferien startete die Klasse mit einer ungewöhnlichen Aufgabenstellung: Die Kinder durften ganz frei wählen, woran sie arbeiten möchten. Kein vorgegebenes Thema, keine engen Grenzen – stattdessen die Einladung, sich mit der eigenen Persönlichkeit auseinanderzusetzen. Was macht mich aus? Was beschäftigt mich? Was mag ich? Was inspiriert mich? Ausgehend von einer selbst gestalteten Mindmap zur eigenen Person begaben sich die Kinder auf eine kreative und persönliche Spurensuche. Die daraus entstandenen Themen waren so vielfältig wie die Kinder selbst: Natur, Erinnerungen, Fantasiewelten, Herzensangelegenheiten – jedes Projekt erzählte seine eigene Geschichte. Besonders spannend: Die Schülerinnen und Schüler mussten selbst entscheiden, welche Materialien und Techniken sie einsetzen wollten. Acrylfarben, Filzstifte, Neocolor, Wasserfarben oder Bleistift – die Auswahl war offen. Auch das Format durften sie wählen: Papier oder Leinwand, klein oder gross. Sogar technische Verfahren wie die Rastertechnik kamen zum Einsatz – eine Methode, bei der ein kleiner Entwurf mithilfe eines Rasters vergrössert wird, um die Proportionen genau zu übernehmen. Die Arbeit an den Projekten zog sich über mehrere Wochen, und in dieser Zeit war eines besonders auffällig: Die Kinder arbeiteten mit grosser Motivation und Ausdauer. Sie freuten sich auf jede neue BG-Stunde, weil das Projekt ihnen die Möglichkeit gab, etwas Eigenes zu schaffen, das sie interessierte und berührte. Dabei wurden nicht nur bereits erlernte Fähigkeiten aus den letzten Schuljahren angewendet – es gab auch immer wieder Gelegenheit, Neues zu entdecken und zu lernen. Wie malt man realistische Wellen? Wie mischt man die passenden Farben für einen Sonnenuntergang? Wie bringt man Emotionen mit einfachen Mitteln aufs Papier? Viele Projekte gingen über das rein Bildnerische hinaus. So zum Beispiel das Bild vom Strand Shengjin, die Künstlerin setzte in ihrem Werk nicht nur Farben ein, sondern auch echten Sand vom Strand im Kosovo, gemischt mit Farbe und kombiniert mit kleinen Muscheln. Ein Stück Heimat, eingefangen in einem Bild. Solche Arbeiten zeigten, wie tiefgründig und reflektiert die Kinder an ihre Werke herangegangen sind. Zu jedem Kunstwerk verfassten die Schülerinnen und Schüler einen Bildkommentar. Darin erklärten sie, wie ihr Projekt heisst, warum sie sich für dieses Thema entschieden haben und was es für sie bedeutet. Diese Texte waren ein wichtiger Bestandteil der Vernissage – sie ermöglichten den Betrachtenden einen Einblick in die Gedanken und Gefühle hinter den Bildern. Oft veränderte der Kommentar die Sicht auf das Werk vollständig. Eine Schülerin hatte etwa eine schlichte Uhr gezeichnet, umrankt von Blumen. Erst durch den Begleittext wurde klar: Es handelte sich um die Uhr ihres kürzlich verstorbenen Grossvaters. Durch das Zeichnen wollte sie ihm ein Andenken schaffen – ein stilles, aber kraftvolles Zeichen der Erinnerung. Solche Momente berührten nicht nur die Gäste der Vernissage, sondern auch die Künstlerinnen und Künstler selbst. Kunst wurde hier zu einem Ausdruck innerer Welten – mit all den damit verbundenen Emotionen, aber auch mit viel Mut. Die Vernissage – ein Raum für Begegnung, Wertschätzung und Staunen Der krönende Abschluss des Projekts war die Vernissage im Klassenzimmer. Der Raum wurde in eine kleine, liebevoll gestaltete Ausstellung verwandelt. Zu leiser Musik konnten andere Klassen durch den Raum gehen, die Werke betrachten und in die Gedankenwelt der Kinder eintauchen. Einige Gäste nahmen sich Zeit, die Kommentare zu lesen, andere blieben lange vor bestimmten Bildern stehen. Die Atmosphäre war ruhig, fast feierlich – und voller Wertschätzung. Für die Kinder war es nicht immer leicht, ihre Werke und damit auch einen Teil ihrer selbst so offen zu präsentieren. Besonders, wenn andere Gleichaltrige zuschauen. Doch genau das war auch eine wichtige Erfahrung: Kunst zeigt nicht nur, was man kann, sondern auch, wer man ist. Sich damit zu zeigen, braucht Mut – und macht stark. Die „Vernissage à la Lättenwiesen“ hat bewegt. Sie war nicht einfach nur eine Kunstausstellung, sondern ein Raum, in dem sich Kinder ernst genommen, gesehen und gehört fühlten. Ein Raum für eigene Ideen, echte Emotionen und gemeinsames Staunen. Für viele war dieses Projekt ein gelungener und bedeutungsvoller Abschluss ihrer Zeit an der Primarschule. Und wer durch die Ausstellung ging, konnte spüren: Hier ist etwas gewachsen, nicht nur auf Papier oder Leinwand, sondern in den Köpfen und Herzen der jungen Künstlerinnen und Künstler. |
Unterstufensingen.
Am Unterstufensingen sind jeweils alle Unterstufenklassen mit dabei. Knapp 200 Kinder singen mit viel Begeisterung, bekannte, fröhliche Kinderlieder. Instrumental sowie gesanglich werden sie von engagierten Lehrpersonen begleitet.

Talenttag.
Jedes Frühjahr findet unser Talenttag statt. Im Vorfeld können sich die Schülerinnen und Schüler für das Casting anmelden. Auch für die Moderation des Anlasses werden jedes Jahr wieder interesserierte Kinder gesucht. Am Anlass selbst dürfen alle erfolgreich gecasteten Acts auftreten und werden von einer Fachjury (Lehrpersonen) und den anwesenden Klassen bewertet. Ein toller Anlass mit Superstimmung.

Theater.
Während dem Kindergarten, der Unter-und der Mittelstufe dürfen alle Klassen je ein Theaterprojekt realisieren. Die Lehrpersonen werden dabei von TheaterpädagogInnen unterstützt. Die Theater werden jeweils zweimal für die anderen Klassen aufgeführt sowie einmal für die Eltern der Theaterklasse. Das Theaterprojekt ist im Weiteren ein wichtiger Schreibanlass und trägt einen wertvollen Beitrag zur Integration der Eltern sowie zur Stärkung des positiven Schulhausgeistes bei.

Peacemaker - Diplomfeier.
Jedes Schuljahr werden ab der dritten Klasse jeweils zwei Schülerinnen und Schüler pro Klasse zu Peacemakern gewählt und ausgebildet. Innerhalb der Diplomfeier für die frisch ausgebildeteten Peacemaker, an der alle 3. bis 6. Klässlerinnen und Klässsler teilnehmen, machen wir nochmals auf die Thematik aufmerksam und würdigen den Einsatzwillen der neuen Peacemaker.





